Rahmenveranstaltungen zum Weltfrauen*tag

Anlässlich des diesjährigen Weltfrauen*tags am 8. März findet nicht nur am 12. März die Demonstration Feministischer Kampftag! – Kämpfe verbinden, Patriarchat überwinden! statt, sondern sind auch verschiedene Rahmenveranstaltungen in Leipzig und in Dresden geplant/in Planung.

Am 9. März sprechen beispielsweise die e*vibes – für eine emanzipatorische praxis in Dresden zum Thema: “Wir sind viel schlimmer als wir dachten, sind von uns selbst geschockt” – Gedanken zu feministischer Militanz.

Alle weiteren Veranstaltungen findet ihr unter: http://12maerzleipzig.blogsport.de/veranstaltungen/

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Podiumsdiskussion in Berlin: „Klasse Frau – Zum Stand feministischen Kämpfens“

Klasse Frau – Zum Stand feministischen Kämpfens

Die zweite Frauenbewegung, die ihren Ausgangspunkt gegen Ende der 60er Jahre in den USA und in Europa hatte, war in ihrer politischen Wirksamkeit für viele Bereiche des privaten wie des öffentlichen Lebens in Deutschland prägend: Patriarchale Familienstrukturen und Erziehungsmethoden wurden aufgebrochen, das Verhältnis zum eigenen Körper enttabuisiert, der (insbesondere weibliche) Körperr als ein Feld von Schönheitsidealen und von Gesundheitsdoktrinen geprägten Normierungen und Disziplinierungen hinterfragt. Überhaupt wurden Körper und Kleidung, die Sexualität und die Ernährung als ein politisches Kampffeld der Geschlechter und ideologisches Machtinstrument entlarvt. In vielen Bemühungen, angefangen von autonomen Kinderläden über selbstorganisierte Arbeits-, Lese- und Menstruationskreise, Massendemonstrationen gegen den Paragraph 218 bis hin zu militanten Untersuchungen von Erzieherinnen wurde der Versuch unternommen, eine Bewegung für ein gemeinsames Leben aller Menschen zu schaffen, das nicht maßgeblich bestimmt ist durch männliche Dominanzkulturen und sexuelle Bipolarität und die Mechanismen ökonomischer Verwertbarkeit. Typisch weiblich konnotierte Tätigkeitsfelder wie das Gebären, die Ernährung, das Liebe-geben und die Sorgearbeit sollten aus der Zone des Privaten befreit und als gesellschaftliches Verhältnis in die Verantwortung aller gelegt werden.

Doch was ist aus diesen feministischen Kämpfen von damals geworden? Welchen Geschlechterbildern sitzen eventuell auch heute vermeintlich fortschrittlichere und emanzipierte Lebensentwürfe von Frauen noch auf und welche konnten sie hinter sich lassen? Auf welcher Verlagerung von Ausbeutungsverhältnissen beruht die Emanzipation der Frau im Westen? Was ändert sich gerade im Bereich der klassischen Fürsorge-Berufe? Welche neue Rolle spielen dabei neue, oft prekäre Anstellungsverhältnisse von Frauen und von Männern? Welche Rolle spielt die Verlagerung von klassischer Fürsorge aus der Familie heraus und das Ausweitung des Sektors der Care-Ökonomie? Was ändert sich an dem Selbstverständnis von Frauen und dem gesellschaftlichen Verständnis von Familie und dem sozialen Miteinander im Kapitalismus, wenn die emanzipierte westliche Frau von Leihmutterschaft profitiert, von einer Au pair-Wirtschaft, von Haushälterinnen im Niedriglohnsektor, von Pflege- und Kurheimen in Osteuropa und in Südostasien? Kurzum: Was sind die Felder feministischer Kämpfe heute? Dieser Frage wollen wir mit den eingeladenen Frauen nachgehen und gemeinsam diskutieren.

Mit:
Sarah Speck (Sozialwissenschaftlerin, kitchen politics, Mitherausgeberin von „Wenn der Mann kein Ernährer mehr ist – Geschlechterkonflikte in Krisenzeiten“),

Nina Scholz (Autorin, Journalistin und Mitherausgeberin des HATE-Magazin) und

Prof. Ilse Lenz (Soziologin, Bochum)

Moderation: TOP B3rlin

Die Veranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung von Helle Panke – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, und TOP B3RLIN. Mit Unterstützung des SO36.“

Hier geht´s zum Veranstaltungslink auf FB.

Workshop von LesMigras in der MonaliesA

Am 14.Februar findet in der MONAliesA ein Workshop von LesMigras statt, mit dem Thema: Rassismus in trans*inter*queeren Communities:

wann & wo:
14.2.2015 14:00-19:00 Uhr Monaliesa (rollstuhlgerecht) rollstuhlgerecht
Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig

In unserem Workshop wollen wir uns mit rassistischen Strukturen in unseren trans*inter*queeren Communities beschäftitgen und Wege und Möglichkeiten besprechen diese aufzubrechen und zu transformieren.
Der Workshop ist vor allem praktisch angelegt und arbeitet mit euren Erfahrungen und Beispielen. Je nach Positionierung der Teilnehmenden können bestimmte Methoden in Sensibilisierungs- bzw. Empowerment-Kleingruppen gemacht werden.
Bitte meldet euch für den Workshop an, indem ihr eine Email an rgl[at]stura.uni-leipzig.de schreibt.

http://rassismusinderqueerenszene.blogsport.de/
lesmigras.de

Allgemeines
Wir möchten die Veranstaltung gerne für alle interessierten Menschen zugänglich machen.
Die Räume der Monaliesa im Haus der Demokratie sind für Rollstuhlfahrer_innen zugänglich.
Bei Assistenzbedarf und sonstigen Fragen oder Bedürfnissen, meldet euch bitte unter: rg[at]stura.uni-
leipzig.de
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt. Falls ihr Bedarf nach Übersetzung in andere
Sprachen habt (gebärdensprache, französisch, arabisch, russisch, vietnamesisch), schreibt uns bitte
spätestens eine Woche vor der Veranstaltung eine Email an: rgl[at]stura.uni-leipzig.de
Mehr Infos: rassismusinderqueerenszene.blogsport.de“

(Hier geht´s zur FB-Veranstaltung)

 

Feministischer Kampftag 2016 Leipzig

Feministischer Kamptag 2016
Kämpfe verbinden – Patriarchat überwinden!

Feministische Kämpfe gegen lokale und globale Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse wurden weltweit schon immer geführt.
Auch heute gehen wir gegen diese Zustände auf die Straße und kämpfen nicht nur für ihre Abschaffung, sondern auch gegen ihre Instrumentalisierung.

Es kotzt uns an, dass feministische Forderungen ausgenutzt werden, um rassistische Argumentationen zu unterstützen.
Es kotzt uns an, dass die Sicherheit vor sexualisierter Gewalt erst dann gesellschaftlich thematisiert wird, wenn weiße cis-Frauen betroffen sind.
Uns kotzt es an, dass Menschen, die sexualisierte Gewalt erfuhren, nicht einfach Solidarität und Unterstützung erhalten.
Stattdessen werden sie angewiesen, ihr Handeln, ihre Kleidung und ihr Auftreten zu ändern.

Das ist nicht der Feminismus, für den wir kämpfen. Das ist überhaupt kein Feminismus.

Wir wollen einen Feminismus, der Kämpfe verbindet.
Einen Feminismus, der antirassistisch ist.
Einen Feminismus, der antikapitalistisch ist.
Einen Feminismus, der Herrschaft ablehnt.
Einen Feminismus, der für mehr ist als “Gleichheit” und “die Befreiung der Frau”.
Einen Feminismus, der für die Befreiung von Geschlecht und gegen die gewaltvolle Durchsetzung der Zweigeschlechtlichkeit ist.
Einen Feminismus, der queer und trans* ist.
Einen Feminismus, der sich gegen jeden Sexismus stellt.
Einen Feminismus, der sich selbst kritisch hinterfragt.
Einen Feminismus, der mehr ist als das, was wir hier zu Papier bringen können.
Wir wollen einen Feminismus, der wütend ist und weiter kämpft.

Darum rufen wir für den 12.03. in Leipzig zur Demonstration zum feministischen Kampftag auf.
Die Demo-Orga steht, der Lauti ist aufgetankt, der Rest liegt an euch – also kommt und seid einfallsreich, wütend und laut. Bringt Spielzeug mit.

Demonstration, 12.03.2016, Otto-Runki-Platz , 14 Uhr

Solidarität mit allen emanzipatorischen Kämpfen weltweit!
Auf zur feministischen Revolution!

http://12maerzleipzig.blogsport.de/

Zur FB-Veranstaltung geht es hier!

Feministischer Film

Dear [sic!]-friends,
want to watch a movie together?

Wir laden euch ganz herzlich zu unserem ersten feministischen Filmabend am 9. Februar 2016 um 20 Uhr in die P**** ein. Gezeigt wird der sowohl mehrfach prämierten als auch kontrovers diskutierten Dokumentarfilm, der die New Yorker LGBTQ*-Subkultur der ausgehenden 80er Jahre und insbesondere deren „ball culture“ in den Blick nimmt. Im Anschluss gibt es entweder die Möglichkeit den Film gemeinsam zu diskutieren oder den Abend einfach mit einem kühlen Getränk ausklingen zu lassen.
See you there ♥

Hier geht´s zur FB-Veranstaltung!